Chuchichästli

Speziell in der Küche ranken sich viele Mythen und Geschichten. Aber was ist wirklich dran an all diesen Küchenweisheiten, die von Generation zu Generation weitergegeben werden? Hier nehmen wir Sie mit auf eine spannende Entdeckungsreise und decken die zehn populärsten Küchenmythen auf.

Küchenmythos 1

Das Herunterschlucken von Kirschkernen schadet Magen und Darm.
Falsch! Ebenso wie das Mitessen von Apfelkernen hat dies keine gesundheitsschädlichen Auswirkungen auf Ihren Magen-Darm-Trakt. Obststeine wie Kirschkerne werden unzersetzt wieder ausgeschieden.

Küchenmythos 2

Öl im Wasser verhindert das Ankleben von Nudeln

Das funktioniert nicht. Denn oft schwimmt das Öl oben auf und kommt nicht an die Nudeln. Schafft es das Öl an die Nudeln, legt es sich wie ein Schutzfilm darum, was dazu führt, dass die Sauce anschliessend nicht daran hält. Besser: Du nutzt einen grossen Topf mit ausreichend Wasser und vermischst die Nudeln nach dem Kochen rasch mit der Sauce und 2 bis 3 Esslöffeln Nudelwasser.

Küchenmythos 3

Holzbretter sind unhygienisch

Ganz im Gegenteil: Eine Studie der Biologischen Bundesanstalt in Braunschweig und des Deutschen Instituts für Lebensmitteltechnik hat ergeben, dass Holzbretter eine antibakterielle Wirkung haben. Dabei wirken die im Holz enthaltenen Tannine, die Gerbsäuren, antibakteriell. Trotzdem muss man das Holzbrett nach jedem Gebrauch gut waschen. Um den antibiotischen Effekt aufzufrischen, kannst du Holzbretter abschleifen, sodass eventuelle Ritzen vom Einschneiden entfernt werden.

Küchenmythos 4

Pro Tag benötigt der Körper mindestens eine warme Mahlzeit.
Falsch! Es kommt nicht auf die Temperatur des Essens an, sondern auf die Nährwerte. Der Körper benötigt täglich einen bestimmten Wert an Kalorien, um alle nötigen Körperfunktionen und -prozesse zu erhalten. Der Durchschnittswert liegt bei etwa 2000 kcal, variiert jedoch je nach Alter, Körperbau und Beschäftigung. Ob du zum Mittag nun ein kaltes Gurkensüppchen mit frischen Croûtons oder einen Nudeleintopf essen, ist da nicht weiter relevant.

Küchenmythos 5

Ein Milchbad lässt die Haut strahlen.
Richtig! Der Fettanteil in der Milch spendet der Haut wertvolle Pflegestoffe, die die Haut zarter machen. Dadurch, dass die Haut mit Feuchtigkeit versorgt wird, erhält sie einen leicht reflektierenden Schimmer, der dich strahlen lässt.

Küchenmythos 6

Abgelaufenes Joghurt muss weggeworfen werden
Keineswegs. Joghurt eignet sich besonders gut dazu, um noch Tage oder Wochen nach dem Ablaufdatum konsumiert zu werden. Auch viele andere Waren halten länger durch als offiziell vermutet.

Küchenmythos 7

Cola hat einen beruhigenden Einfluss auf Magen und Darm.
Richtig! Die Kohlensäure wirkt wie ein Auffangsieb für überschüssige Magensäure und lindert somit das unwohle Gefühl in der Magengegend. Bei leichten Magen-Darm-Infektionen ist Cola auch vor allem in Verbindung mit Salzstangen ein beliebtes „Heilmittel“, da diese Kombination dafür sorgt, dass die Flüssigkeit- und Mineralstoffdepots wieder aufgefüllt werden.

Küchenmythos 8

Weisser Zucker ist ungesunder als brauner.
Stimmt nicht! Bezüglich ihrer Süsskraft und ihres Energiegehalts sind diese beiden Zuckerarten identisch. Brauner Zucker erhält seine Farbe und seinen feinen Karamellgeschmack lediglich durch entsprechenden Sirup, der vor dem Reinigungsprozess an den einzelnen Zuckerkristallen haftet. Dies mag bei vielen die Vermutung hervorrufen, dass das natürliche Erscheinungsbild des braunen Zuckers mit einer gesünderen Wirkung gleichzusetzen ist.


Küchenmythos 9

Spinat hat das meiste Eisen.
Stimmt nicht! Unsere Eltern predigten zwar immer, wie gesund Spinat doch sei- und hatten damit auch Recht-, aber mit dem Eisengehalt kann Spinat nicht den ersten Platz belegen: Erbsen und weisse Bohnen haben beispielsweise einen größeren Anteil dieses wichtigen Spurenelements.

Küchenmythos 10

Glückliche Kühe geben bessere Milch.
Dieser Küchenmythos stimmt tatsächlich. Diverse Forscher fanden heraus, dass glückliche Kühe bessere Milch geben. „Besser“ ist vor allem der Anteil an Vitamin E, Beta-Karotin oder Fettsäuren in der Kuhmilch. Es lohnt sich also, auf die Herkunft und Haltungsart der Tiere zu achten. So nicht nur bei Tiermilch, sondern auch bei anderen tierischen Erzeugnissen, wie zum Beispiel Eier.