Wir bauen um

Bis Ende Jahr wollen sich die Loosli-Firmen aus Wyssachen neu präsentieren: Die stark gewachsene Fabrik erhält eine neue Fassade – und dahinter zusätzliche Flächen für Empfang, Ausstellung, Büros, Kantine und Garderoben.

«Nein», sagt Manfred Loosli. «Wenn wir am 4. Juni die Türen zu unserem 60-Jahr-Jubiläum öffnen, wird dieser Neubau noch nicht fertig sein.»Mit rund acht Monaten Bauzeit rechnet der ­Geschäftsführer und Inhaber, bis sich Loosli in Wyssachen mit neuer Fassade präsentieren kann.

Das heisst allerdings nicht, dass es im Juni nur eine Baustellenbesichtigung gibt. Denn neu gebaut wurde bei Loosli in den letzten Jahren immer wieder. Zuletzt eine Vorfertigungshalle mit «Platten-Flächenlager, horizontaler Plattenzuschnittanlage und einer mit Materialpuffern angebundenen Lasertec-Kantenleimmaschine», wie dem letzten Eintrag zur Geschichte auf der Website www.loosli.swiss entnommen werden kann.

Wie von Geisterhand
Wie von Geisterhand werden von Lastwagen angelieferte Platten dort zugeschnitten, sortiert, mit Kanten versehen und immer wieder zwischengelagert, ehe sie ein Schreiner überhaupt in die Hand nehmen muss. Dabei ermöglichen die Anlagen trotz hohem Automatisierungsgrad individuelle, auf den Kundenwunsch zugeschnittene Endprodukte. Diese Halle wird zusammen mit der weiteren Produktion beim Jubiläum im Zentrum stehen.

Sonst jedoch will der Inhaber und Geschäftsführer der zweiten Generation das Jubiläumsjahr ganz seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern widmen. Ihre Zahl hat sich parallel zu der regen Bautätigkeit auf dem Firmenareal in den letzten Jahren von rund 80 auf 150 bis 160 nahezu verdoppelt. Entsprechend eng wurde es in der Arbeitsvorbereitung, den Büros und den allgemeinen Nebenräumen. Nun soll ein Neubau Abhilfe schaffen. 45 Meter lang und 4,9 Meter tief ­sowie ein Stockwerk höher als bisher soll er dem Eingangsbereich der Fabrik vorgelagert werden. 80 Prozent der neuen Fläche sollen den Mitarbeitenden zugutekommen.

Neue Kantine
Die Neuerungen beginnen mit grosszügigeren Garderoben im Untergeschoss, setzen sich fort in den vergrösserten Büros samt Besprechungszimmern auf allen Etagen und finden ihre Krönung in einer Personalkantine im neuen Obergeschoss samt grosszügiger Dachterrasse. Neu werden alle Etagen zusätzlich zur Treppe mit einem Lift erschlossen.

Die restlichen 20 Prozent der Fläche kommen der Ausstellung zugute, die zudem durch den Einbau einer Schulungsküche in die Kantine entlastet wird. Die Kantine wird damit vielseitig einsetzbar. «Die Mitarbeiter sollen in diesem Jahr spüren, wie wichtig sie uns sind», gibt Manfred Loosli das Credo bekannt. Etwas spüren werden auch die Kunden und die Besucher. Denn was nach den Wachstumsschüben der letzten Zeit gegenwärtig etwas zusammengewürfelt aussieht, soll sich künftig mit einer einheitlichen Fassade präsentieren.

Die Anfänge waren bescheiden: 1956 lieferte Paul Loosli, der Vater von Manfred, die ersten Möbelstücke mit dem Veloanhänger aus, wie er gerne erzählt. Das Wachstum von der Schreinerei mit damals 15 Mitarbeitenden zum Grossbetrieb wurde 1975 mit der Herstellung des ersten Badmöbels für den Sanitärgrosshandel eingeleitet.

Daraus entstand mit der Zeit jedoch ein «Klumpenrisiko», wie Manfred Loosli es heute bezeichnet: Von den ursprünglich neun Grosshändlern sind heute nur noch zwei übrig geblieben.

Erfolgreich diversifiziert
Reagiert hat Loosli auf dieses ­Risiko, indem er im Jahr 2000 die Produktion von Küchen und Schränken erweiterte, die die Wyssacher direkt an die Endkunden liefern. Für die Beratung stehen neben Wyssachen weitere Ausstellungen in Langenthal und Volketswil zur Verfügung. Fenster und Türen werden seit der Übernahme der Nyffeler AG in Lotzwil im Jahr 2012 zusätzlich angeboten.

Dienten diese neuen Stand­beine anfänglich vor allem dazu, die immer grösser werdenden Automaten und Anlagen besser auszulasten, so tragen sie heute annähernd die Hälfte des Jahresumsatzes von etwas über 30 Millionen Franken bei. «Die Diver­sifizierung ist gelungen», stellt Manfred Loosli fest.

Das bedeutet allerdings nicht, dass Loosli von den Auswirkungen des Frankenschocks verschont wurde. «Der Druck auf Preise und Margen ist allge­genwärtig», hält der Inhaber fest. In seiner Branche werde er noch durch die Auswirkungen der Zweitwohnungsinitiative verstärkt.

Eine stetige Investitionstätigkeit nennt Manfred Loosli als seine Strategie dagegen: Rund 4 Millionen Franken waren es für die Lagerhalle 2015, 2,5 bis 3 Millionen werden es in diesem Jahr sein, und 2 Millionen waren es im Durchschnitt der letzten Jahre. Dadurch sei es gelungen, Entlassungen ebenso wie Kurzarbeit zu vermeiden. Und bald präsentiert sich die Fabrik mit neuem Gesicht – auch wenn zum 60. Geburtstag dieses noch nicht ganz bereit sein wird.

Den Bericht aus der Berner Zeitung lesen.


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