Bericht in der SchreinerZeitung

Wo die Zukunft schon produziert

Bemerkenswert – Nach dem das Plattenmaterial vom LKW angeliefert und im Flächenlager eingeräumt ist, wird es fast automatisch in der Vorproduktion zugeschnitten, sortiert und mit Kanten versehen. Erst jetzt, sauber verputzt und genau auf Mass, bekommt es wieder ein Schreiner in die Hände und kann die weiteren Bearbeitungsschritte durchführen. Dieses Maschinenprojekt im Bereich der Vorfertigung ist nicht bloss das Wunschdenken eines Anlageplaners, sondern es wurde von der Loosli Küchen AG aus dem bernischen Wyssachen erfolgreich umgesetzt.

Auf den Puffer kommt es an
Als erstes kommt das Plattenmaterial in ein Flächenlager, das nach dem ABC-Prinzip funktioniert. Das bedeutet die Werkstoffe werden nach ihrer Wichtigkeit für die Produktion eingeteilt. Von den A-Güter mit einem hohen bis zu den C-Gütern mit einem geringen Einflussgrad werden die Platten auf die jeweiligen Lagerstapel verteilt. Nach dieser Optimierung werden die Platten in der Zuschnitt-Reihenfolge aus dem Lager befördert, voretikettiert und automatisch an den Zuschnitt weitergereicht. Über eine Förderanlage werden die zugeschnittenen Teile in einem Pufferlager zwischengelagert. Dieses Lager steht zwischen dem Zuschnitt und der Kantenanlage.

Es hat die Funktion die anfallenden Massen gestaffelt und nach geforderter Teilesortierung an die Kantenleimmaschine weiterzugeben. Die angeschlossene Kantenanlage kann während dem laufenden Betrieb von PU-auf LaserTec-Kanten umschalten. Loosli ist als erster Schweizer Möbelhersteller in der Lage Plattenmaterialien ab acht Millimetern Dicke mit Laserkanten zu beschichten, welche dank der neuen Vermessungstechnologie von Kante und Träger ohne nachträgliche Verputzarbeiten auskommen. Zeitgleich ist es möglich Längsbearbeitungen, wie zum Beispiel Nuten oder Falze für Schubladenböden auszuführen.

Zulieferant für den Schreiner
Damit künftig auch externe Schreinereien beliefert werden können, ist in der Produktion schon ein weiteres Projekt in Planung. Nach der Kantenverarbeitung wird eine CNC-Strasse angeschlossen, die neben den Bearbeitungen auch gleich die Bestückung der Möbelteile übernehmen wird. Trotz des hohen Automatisierungsgrades wird in Losgrösse Eins produziert.

«Unsere Stärke ist die Geschwindigkeit, die Flexibilität und die Individualität», sagt der Geschäftsführer Manfred Loosli. Davon soll ebenfalls die Schreinerbranche profitieren, deshalb bietet die Loosli Küchen AG dem Handwerker seine Dienste als industrieller Zulieferer an. 

Für Schreiner die gerne mehr erfahren oder die Anlage in natura besichtigen wollen, wird es am 4. Juni 2016 einen Tag der offenen Tür geben. 

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