Zwei «Urgesteine» gehen in Pension

Mit Hans Gygli und Ferdinand Meyer verlassen infolge Pensionierung zwei passionierte Berufsleute die Loosli Küchen AG, Wyssachen.

Die beiden versierten Fachleute haben ihrem Arbeitgeber jahrelang ihre Kraft, ihr Fachwissen und ihre Kompetenz zur Verfügung gestellt. Hans Gygli war im Verkauf und in der individuellen Planung von Küchen und Ferdinand Meyer als Küchenmonteur tätig. Die zwei Schreiner haben während ihrer aktiven Berufszeit viele Veränderungen miterlebt, sich stets den aktuellen Anforderungen angepasst und den Wandel zum modernen Schreinereibetrieb mitgeprägt.
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Das Nachkriegsgeschehen beherrschte die Welt, und über Berlin flogen «Rosinenbomber », als im Jahre 1948 Hans Gygli und Ferdinand Meyer geboren wurden. Vieles stand damals unter dem Zeichen des Aufbaus und des Fortschritts. So verwundert es nicht, dass sich die jungen Männer nach der obligatorischen Schulzeit dem Handwerk mit dem wertvollen Rohstoff Holz widmeten. Sie blieben ihrem erlernten Berufs bis zum Erreichen des Ruhestandes treu. Auch nach über vierzig Jahren Berufserfahrung zeigen sie sich immer noch begeisterungsfähig für Neues.

3000 Küchen montiert
Ferdinand Meyer erblickte in Eriswil das Licht der Welt und absolvierte als junger Mann die Schreinerlehre in der damaligen Firma Heiniger in Oeschenbach. Seine erste Anstellung nach der Ausbildung fand er in Münchenbuchsee, bevor er 1972 zu Stalder Küchen in Oberdiessbach wechselte. Bis 1985 montierte er bei der Firma Stalder bereits unzählige Küchen in einem weiten Einzugsgebiet. Mit dem Wohnortwechsel in seine alte Heimat Eriswil änderte auch sein Arbeitgeber. Bei der Firma Nyffeler Lotzwil AG war ebenfalls das Montieren von Küchen seine Haupttätigkeit. Bei der Verwirklichung ihrer Traumküche stellte Ferdinand Meyer viele Menschen mit seiner präzisen Montagearbeit äusserst zufrieden. «Er war ein sehr guter und genauer Monteur. Mit einem Dessert konnte man ihn an den Firmenessen jeweils besonders erfreuen», erinnert sich Peter Nyffeler an seinen ehemaligen Mitarbeiter. Denn auf den 1.1.2012 wurde die Nyffeler Lotzwil AG in die Loosli-Firmengruppe, Wyssachen, integriert, und somit bekam Ferdinand Meyer nochmals einen neuen  Arbeitgeber. Seine Tätigkeit hat sich aber nicht geändert, und Manfred Loosli, Geschäftsleiter der Loosli Küchen AG, rechnet aus, dass Ferdinand Meyer in all den Jahren wohl rund 3000 Küchen in der ganzen Schweiz montiert hat.

 

Nach der Musikprobe Küchen verkauft
Damit Ferdinand Meyer, aber auch zahlreiche andere Monteure, die fertigen Küchen in den Dienst  stellen konnten, war Hans Gygli zuständig. Seine Wiege stand in Wyssachen, und seinem Geburtsort ist er – bis auf seine Wanderjahre – immer treu geblieben. Von 1964 bis 1967 absolvierte er seine dreieinhalbjährige Lehrzeit  bei Paul Loosli, dem Gründer der Loosli-Firmen, und schloss diese mit der Note von 5,6 ab.  Anschliessend verdiente er seine «Sporen» in der Intraform, einem Möbelgeschäft in Bern,  ab. Bei einem geplanten Stellenwechsel ergab sich ein kurzer Arbeitsunterbruch, den er dazu nutzte, für die Firma Loosli einen Auftrag im Casino Basel auszuführen. Aus der  beabsichtigten Aushilfe wurde dann eine über vierzigjährige Festanstellung. Hans Gygli  arbeitete im Verkauf und in der Arbeitsvorbereitung. Dabei pflegte er unzählige  Kundenkontakte. «Das Netzwerk von Hans Gygli ist schlicht genial», stellt Manfred Loosli  fest. Allerdings gab es während den vergangen Jahren auch viele Veränderungen, was den  Verkauf von Küchen betrifft. Tätigte Hans Gygli früher nach den Musikproben der  Musikgesellschaft Wyssachen etwa noch rasch einen kleinen Verkauf, ist heute der Aufwand  sehr viel grösser geworden. Die Bauherrschaft hat vielfach keine Zeit. Sie sichert sich  mehrfach ab und verlangt sehr detaillierte Offerten. Früher war das Vertrauen gegenüber den Firmen viel grösser, der Handschlag hatte Gültigkeit und ebenfalls der Ausspruch «Dä  macht das scho guet». Hans Gygli sammelte in seiner Berufstätigkeit viele Erfahrungen mit  Bauherren und Handwerkern. Veränderungen stets mitgetragen Ferdinand Meyer und Hans  ygli haben  während ihrer Berufszeit viele Veränderungen mitgetragen. War das Schreinerhandwerk früher von viel präziser Handarbeit geprägt, werden  heutzutage für die  Fertigung von millimetergenauen Teilen vermehrt computergesteuerte Maschinen eingesetzt. Heute macht der administrative Aufwand für ein Produkt gegen 50 Prozent aus.  Geblieben sind aber die Wertschätzung, wenn eine gelungene Arbeit fertig ist. «Für uns  beide standen die Kunden stets im Mittelpunkt. Wir haben die direkten Kontakte enorm  geschätzt», halten Ferdinand Meyer und Hans Gygli fest. Während der eine die Küche  montierte, machte der andere die Pläne und war für die Schlussbesprechung zuständig. Sie haben viele Veränderungen im Betrieb und der Gesellschaft stets mitgetragen, auch wenn  sie nicht immer unproblematisch waren. Unzählige Erlebnisse und Geschichten gäbe es  aus ihrem Berufsalltag zu erzählen. Das Bohren in eine Warmwasserleitung mit den  spritzenden Momenten», oder der Schreckensmoment eines unpassenden Treppenwinkels  sind nur zwei von vielen Episoden. Den Berufsweg von Hans Gygli und Ferdinand Meyer  haben unzählige Menschen und Küchen gesäumt. «Der Verkauf war der Anfang und der Schluss eines Auftrages, der Monteur das Bindeglied dazwischen. Aus vielen Teilen wurde  die Arbeit jeweils zu einem fertigen Ganzen», stellen die nun Pensionierten fest. In Zukunft  werden sich Ferdinand Meyer und Hans Gygli vermehrt ihren Hobbys widmen können, sei es  der Schiesssport, Enkel hüten oder einfach die Zeit geniessen.  Allerdings kann Manfred  Loosli in «Notfällen» weiterhin auf ihre Mithilfe zählen, denn gutes Handwerk hört nicht mit  65 Jahren auf.


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